Inthronisation 2017 - Kurt II.

Feier zu Ehren des Zunftmeisters 2017 Kurt II.

Zunftmeister 2017 - Kurt Schürmann
Zunftmeister 2017 - Kurt Schürmann

Hier kommt Kurt.
Alt-Träumeler sitzt auf dem Fastnachtsthron 2017

Feierliche in Thron Setzung von Zunftmeister 2017 Kurt II.

Die Fasnacht kann kommen. Am vergangenen Samstag, 7. Januar 2017 wurde der neue Zunftmeister Kurt II. feierlich inthronisiert. Über 250 Gäste und Zünftler erlebten einen begeisternden Unterhaltungsabend zu Ehren des Fasnachtsgewaltigen 2017.

Traditionelle Aufwartung des Zunftrates beim Zunftmeister

Es ist Usanz, dass der Zunftmeister von den Mitgliedern des Zunftrates auf dem Weg von seinem Heim zur Inthronisationsfeier begleitet wird. Dazu hat sich die Delegation am frühen Nachmittag in Buchrain eingefunden. Bereits in vollem Ornat – die Zunftinsignien wurden schon am Bot im vergangenen Oktober übergeben – konnte Zunftmeister Kurt Schürmann seine Zunftrastkollegen bei sich zu Hause begrüssen. Trotz sichtlicher Nervosität und Vorfreude liess er es sich nicht nehmen, die Ratsmitglieder mit dem obligaten Begrüssungstrunk zu bedienen. Auffallend dabei waren seine wiederholten Blicke auf die Uhr. „Was- und wann wird heute noch passieren?“ Diese unausgesprochene Frage blieb zu diesem Zeitpunkt noch unbeantwortet. In festlichem Gewand standen auch seine Frau Barbara und die Kinder Marc, Joelle und Zoé – genauso gespannt - bereit, bis es endlich per Taxi los ging.

Neue Lokalitäten und neue dekorative Ideen

Nach vielen Jahren traditioneller Abläufe und an bewährten Örtlichkeiten durfte die Rotseezunft für die Inthronisationsfeier 2017 in neue Lokalitäten ziehen. Mit grosszügiger Unterstützung der Emil Frey AG Ebikon wurden deren edle Jaguar- und Opel- Show-Hallen für die besondere Feier in fasnächtlich-stilvolle Räumlichkeiten verwandelt. Weiss wie der Schnee präsentierte sich der Festsaal den eintretenden Gästen. Zuerst beleuchtet von Kerzenschimmer, bevor dann Konfettis, Luftschlangen und Scheinwerfer die Hoheit übernahmen.

Mit dem fulminanten Einzug in den Festsaal, begleitet von den Klängen der Monster-Guugger Bueri, wurde der Abend so richtig lanciert. Auffallend dabei waren nicht nur die strahlenden Augen der ganzen Zunftmeisterfamilie Schürmann, sondern auch die glitzernden Konfettischlangen, welche in harmonischem Farbenspiel silber-schwarz hervorragend zur Dekoration und zum Spalier passten.

Der Thron für den Fasnachtsregenten

Nach genussvollen Runden durch die Tischreihen folgte dann endlich der entscheidende Schritt auf die Bühne des Geschehens, wo die illustre Schar von Zunftpräsident Toni Emmenegger in Empfang genommen wurde. Mit treffenden und würdigen Worten begrüsste er den hochwohllöblichen Kurt II. mit seiner Gattin Barbara und deren Kinder. Ebenso fand er für Weibel Thomas Bannwart mit seiner Gattin Esther Aregger die passenden Formulierungen und dankte ihnen allen für das grosse Engagement zu Gunsten der Fasnacht in Ebikon. Und dann war es soweit: Unter dem Brüllen des Weibels, dem Applaus der Festfamilie und dem obligaten Trommelwirbel stieg Zunftmeister Kurt II. auf den ihm gebührenden Thron. Ein sehr emotionaler Moment für alle Protagonisten, wie näher stehende Gäste beobachten konnten. „Fäschte Freud ha, Intrigiere. Lönd Euch vom Äbiker Fasnachts-Virus Infiziere!“ Dieses Motto passte haargenau zum ergreifenden Moment.

Ehrenvolle Gästeschar, Vorstellung Zunftkandidat und Neuzünftler

Während des kurzen offiziellen Teils liess es sich Zunftpräsident Toni Emmenegger nicht nehmen, alle Gäste der Familien des Zunftmeisters und des Weibels namentlich zu begrüssen. Ebenso durfte er VertreterInnen des Gemeinderates aus Ebikon und Buchrain, VertreterInnen von Schule und Kindergarten Ebikon sowie Delegationen befreundeter Organisationen im Kreise der Zunftfamilie willkommen heissen. Ein besonderer Willkommensgruss ging selbstverständlich auch an den Vertreter des Gastgebers der Emil Frey AG Ebikon, Herrn Markus Hesse.

Vorstellung Zunftkandidat und Neuzünftler

Mit Armin Sticher, gebürtiger- und bekannter Ebikoner Holzbau-Unternehmer und Weinproduzent, konnte der Zunftpräsident einen viel versprechenden Kandidaten vorstellen, bevor die erste offizielle Amtshandlung von Zunftmeisters Kurt II. anstand. Patrik Achermann – ebenfalls bestens vernetzter Ebikoner Fasnächtler und Trychler - wurde dabei nach seinem Noviziat mit dem obligaten Zepterschlag durch den Zunftmeister in den Kreis der Zünftler aufgenommen. Anschliessend daran übernahm in seiner gekonnt lockeren und treffenden Art Marco Bühlmann als Unterhaltungschef die Führung durch den Abend.

Spannendes, rührendes und virtuoses Unterhaltungsprogramm

„Käne fählt“ – Lu Faro!
Mit professionellem Count-down in Wort, Bild und prägnantem Sound startete die Show zum Song „Käne fählt“, der Uraufführung des ersten Luzerner Fasnachts-Rock-Songs. Begleitet von einem gekonnt performenden Tanzensemble wurde mit treffendem Text die Faszination Luzerner Fasnacht intoniert.

„Hier kommt Kurt“ – Geschwister und Kinder von Kurt II.
Und weiter ging es mit den speziell auf den Zunftmeister zugeschnittenen Darbietungen. Ein richtiger Hit, der treffender nicht hätte sein können: „Hier kommt Kurt“ von Frank Zander, entpuppte sich als Ohrwurm. Einfach toll anzuschauen und zuzuhören, wie das Ensemble um Bruder-, Schwester- und Kinder Marc, Joelle und Zoé des Zunftmeisters brillierten. „Hier kommt Kurt, ohne Helm und ohne Gurt, der nicht quengelt und nicht murrt“. Unter tosendem Applaus gesellte sich Kurt II. sogar noch „live“ und zum Tanz unter seine Familie auf der Bühne.

„Die Glocken von Rom“ – Neuzünftler Patrik Achermann
Auch der Neuzünflter folgte dem Ruf der Tradition und lieferte sein Gesellenstück auf der Bühne ab. Was für ein Bild! Fasnächtlich-sportlich geschätzte 500-1’000 Kilogramm Zünftlerkollegen intonierten zusammen mit Pädi Achermann „Die Glocken von Rom“. Der Text war dabei gar nicht so wichtig. Vielmehr gefielen die tollen Reigen in Bademantel- und auch ohne. Mit Glockenschlägen auf Pfannen, meistens im richtigen Takt und am richtigen Ort.

„Schnitzelbank Kurt“ – Weibel Thomas Bannwart
Wenn es ums „Versli-Brünzlen“ und gepfefferte Ansprachen geht, dann ist "Brüeli-Weibel" Thomas Bannwart garantiert nicht weit. Zusammen mit seinem Vater Josef am Akkordeon fand er einmal mehr die richtigen Worte, um seinem Zunftmeister die Ehre zu erweisen. Ja, eine Schnitzelbank ist immer etwas Schönes. Wenn sie sich dann auch noch um den Zunftmeister handelt, erst recht.

„Spitze Zungen “ Zünftler Rotseezunft Ebikon
Als sich dann die Spitzen Zungen – entgegen ursprünglicher Ankündigung – doch noch auf der Bühne zeigten – wurde Kurt einmal mehr warm ums Herz. Garantiert wäre er enttäuscht gewesen, wenn ihn seine Kollegen nicht mit einer Darbietung überrascht hätten. Üblicherweise nimmt Kurt II. nämlich in diesem Gremium prominent Einsitz. Diesmal aber durfte er sich davon Überzeugen, dass es auch ohne Ihn geht. Und Wie! Es wurde allseitig konstatiert, dass sämtliche Szenen im genial inszenierten Schattenspiel absolut zutreffend und wahrheitsgetreu wiedergegeben wurden. Ebenso stimmig und treffend waren die spitzen Kommentare dazu, was Zunftmeister Kurt neidlos und humoristisch eingestehen konnte.

„Träumeler-Musig Ebikon“ Freunde- und ehemalige Guuggenmusiger
Was dann noch weiter geschah, hat nicht nur den Zunftmeister fast vom Stuhl gehauen. Freunde aus seiner Jugendzeit versuchten, etwas Tolles auf die Beine zu stellen, um ihren Weggenossen Kurt zu Überraschen. Und das ist ihnen fabelhaft gelungen. Mit dem spontanen Aufmarsch vieler seiner ehemaligen Guuggenmusig-Gspändli aus seiner Zeit bei den Träumeler folgte erneut ein Höhepunkt des Unterhaltungsprogrammes. Nicht lange hielt es Kurt dabei an seinem Tisch, und er spielte zusammen mit „seinen“ Träumeler all die alten Hits mit, welche ihn dannzumal durch die Fasnacht begleiteten. Noch gewaltiger wurde es, als sich auch die weiteren aktiven Träumeler zum Stelldichein hinzugesellten. Jetzt war der Teufel los und in sich spontan bildenden Polonaise-Schlangen wurde noch lange zwischen den Tischreihen getanzt.

Ausklang

Schön war es! Die Fasnacht in Ebikon wurde imposant lanciert und man darf sich freuen, wenn es während der rüüdig schönen Tage noch viele Male heißt: Hier kommt Kurt.

8.1.2017 / Rotseezunft Ebikon, Andreas Stübi, Herold