Die Zunft

Gegründet 1961 unter dem Namen Fasnachtsgesellschaft Ebikon und umgewandelt in Rotseezunft Ebikon im Jahre 1972, ist die Zunft in Form eines Vereins organisiert, der politisch nicht aktiv und konfessionsneutral ist.

Die Zunft

Für die Fasnacht in Ebikon | Seit 1961

Fasnacht in Ebikon

Die Rotseezunftbezweckt den Erhalt und die Förderung des Fasnachtsbrauches in Ebikon, insbesondere die Erhaltung des Kinder- und Fasnachtsumzuges am Güdisdienstag. Im Weiteren wird die Geselligkeit gepflegt, als Grundlage für eine gute Zusammenarbeit unter den Mitgliedern.

100 Zünftler

Die Rotseezunft zählt aktuell rund 100 Zünftler. Sie rekrutiert ihre Mitglieder aus gesellschaftlich-, politisch-, gewerblich- oder sozial  engagierten (männlichen) Einwohnern in Ebikon und umliegenden Gemeinden.

Finanzierung

Die Finanzierung der Zunftaktivitäten – insbesondere des Kinderumzuges am Güdisdienstag – erfolgt vorwiegend aus Mitgliederbeiträgen, aus freiwilligen Zuwendungen dritter und aus dem Plakettenverkauf.

Geselligkeit

Mit besonderen Anlässen für Zünftler – insbesondere der Inthronisationsfeier für den Zunftmeister – wird während der Fasnacht und unter dem Jahr die Geselligkeit und der gesellschaftliche Zusammenhalt gepflegt.

Rotseezunft Ebikon

Geschichte

Der geschichtliche Abriss der Zunft wurde zur Erstellung von verschiedenen Jubiliäumsaktionen zum 50-jährigen Bestehen der Rotseezunft Ebikon gründlich vom Ehrenzünftler und Präsident des Ehrenzünftlerrates, Rolf Friederich, recherchiert. Der nachfolgende Abriss stellt die Geschichte und das Vereinsleben in einer kompakten aber auch ausführlichen Art dar.

Geschichte und Vereinsleben

Recherchiert von Ehrenzünftler Rolf Friederich

Vorgeschichte

Bruno von Arx gilt als Initiant der Ebikoner Kinderfasnacht und gleichzeitig war er auch das finanzielle Rückgrat dieses Anlasses. Zur Seite standen ihm die beiden Ur-Fasnächtler Otto Bisch und Emil Bächler. Mit viel Enthusiasmus und mit grossem Einsatz organisierten sie nicht nur den Kinderumzug, sie entwarfen und bauten gleich selbst immer wieder attraktive Sujetwagen. Am Nachmittag des Güdisdienstag fand jeweils der Umzug durch das Dorf statt und – als fulminanter Abschluss – die Böögg-Verbrennung auf dem alten Schulhausplatz! Und schon von Anfang erhielten die Kinder den noch heute begehrten Gratiszobig.

Wohl auch wegen der rasanten Entwicklung der Gemeinde wurde die Organisation des beliebten Kinderumzuges immer schwieriger – auch in finanzieller Hinsicht. Ein Ende dieses schönen Brauches begann sich abzuzeichnen. Es war der umtriebige Lehrer und Sektionschef Arthur Wieland, der nun mit viel Elan nach Mittel und Wege suchte, um den Fortbestand der beliebten Kinderfasnacht auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Und so kam es zur Gründung der Fasnachtsgesellschaft Ebikon.

Die Fasnachtgesellschaft ist in Form eines Vereins organisiert, der politisch nicht aktiv und konfessionsneutral ist. Die Gesellschaft bezweckt den Erhalt und die Förderung des Fasnachtsbrauches und insbesondere die Erhaltung der Kinderfasnacht am Güdisdienstag. Im Weiteren wird die Geselligkeit gepflegt, als Grundlage für eine gute Zusammenarbeit der Mitglieder.

Gründung

Die Gründungsversammlung fand am 19. Februar 1961 im Hotel Löwen statt. Unter der Leitung von Arthur Wieland diskutierten die 26 Teilnehmer einen ersten Statutenentwurf und bildeten einen provisorischen Vorstand, der bis zur offiziellen, ersten Generalversammlung im Oktober 1961 die hierfür notwendigen Vorbereitungen an die Hand zu nehmen hatte. Es waren dies: Arthur Wieland (Präsident), Josef Burkart (Säckelmeister), Albert Vonwyl (Tintenknecht), Emil Bächler (Bauherr), Otto Bisch (Archivar) und die Beisitzer Bruno von Arx und Markus Koch.

Zitat aus dem ersten Protokoll: „Zum Abschluss der Versammlung richtete Bruno von Arx ein herzliches Dankeswort an die Versammelten und vergoss Freudentränen darüber, dass seine Ideen endlich eine so herrliche Verwirklichung gefunden hatte.“

Nach einer ausserordentlichen Generalversammlung am 1.Sept 1961 fand dann am 22. Oktober 1961 im Restaurant Bahnhof mit 34 Mitgliedern die erste ordentliche Generalversammlung statt. Der provisorische Vorstand wurde bestätigt, ergänzt mit Emil Brunner als zusätzlichem Beisitzer.

Bruno von Arx wurde zum ersten Ehrengesellschafter erkoren und Emil Brunner als Emil I zum ersten Gesellschaftsvater gewählt. Und gleich anschliessend bewilligte die GV den Betrag von Fr. 1’200.- für die Anschaffung einer „stattlichen Kette“ als sichtbares Zeichen der Macht und Würde des jeweiligen Gesellschaftsvaters. Dank einer spontanen Spende von Fr. 200.- seitens eines Mitgliedes konnte die Kasse wieder etwas entlastet werden!

Die erste Fasnacht

Ein wichtiges Element war von Anfang an die Inthronisation des anlässlich der Generalversammlung gewählten Gesellschaftsvaters. So wurde Emil I am 11. Februar 1962, einem Sonntagabend, mit einer Kutsche von seinem Heim zum Löwen gefahren, begleitet vom Fackelzug der Gesellschafter, der Feldmusik, den Chübeltätschern und den Bannern zahlreicher Ebikoner Vereinen. Der festlich inszenierten Inthronisation selbst wohnten auch der Gallivater, Delegationen der Safranzunft und der lokalen Behörden bei und war geprägt von Reden, Grussadressen und weiteren Darbietungen.

Am Güdisdienstag des Jahres 1962 fand nun der erste von der Fasnachtsgesellschaft Ebikon organisierte Kinderumzug statt. Über 1200 Kinder nahmen teil und erhielten nach dem Umzug den verdienten Zobig. Unter der Leitung von Emil Bächler und Otto Bisch sind acht Wagen für die Kinder und acht weitere Sujetwagen gebaut worden.

Gemäss dem präsidialen Jahresbericht war der Kinderumzug 1962 gut gelungen und „so durfte man ruhig die abendliche Pintenkehr antreten, ein weiterer Höhepunkt für unseren Gesellschaftsvater“. Schon im ersten Fasnachtsjahr fand auch der „froh beschwingte“ Gesellschaftsball in der Sonne statt.

Im ersten Jahresbericht wurde zudem erwähnt, dass der „Narrespiegel“ (eine Fasnachtszeitung) in einem neuen Gewand erschienen, herausgegeben vom einem offenbar der Fasnachtsgesellschaft nahestehenden Redaktionsausschuss.

Von der Gesellschaft zur Zunft

Am 28. Oktober 1972 fand im Restaurant Bahnhof die 12. und letzte Gesellschaftsversammlung der Fasnachtsgesellschaft Ebikon statt. Unter Traktandum 8 wird „nach einer sehr langen Diskussion für und conter“ mit 37 Stimmen (anwesend waren 55 Aktiv- und Kollektivmitglieder) der Umwandlung von der FGE zur RZE und der damit verbundenen Statutenänderung zugestimmt.

Anstelle von „Gesellschaftsversammlung“ wird die Generalversammlung nun als „Zunft-Bot“ bezeichnet. Das erste Zunft-Bot fand am 26. Oktober 1973 als 13. Generalversammlung statt.

Die Rotseezunft hat folgende Zwecke:

  • die Erhaltung und Förderung des guten, echten Fasnachtsbrauches in Ebikon
  • die Erhaltung und Durchführung der Kinderfasnacht am Güdisdienstag
  • die Förderung der Geselligkeit als Grundlage für eine gute Zusammenarbeit der Mitglieder

Die Rotseezunft rekrutiert ihre Mitglieder aus gesellschaftlich-, politisch-, gewerblich- oder sozial  engagierten (männlichen) Einwohnern von Ebikon und von umliegenden Gemeinden.

Fasnachts- und Kinderumzug am Güdisdienstag

Den Fasnachts- und Kinderumzug gab es schon vor der der Gründung der Fasnachts Gesellschaft Ebikon. Die Gesellschaft ist mit dem Hauptziel gegründet worden, diese schöne Tradition auch für die Zukunft zu erhalten. Die Zunft ist stolz darauf, den Kinderumzug bis heute ohne jeden Unterbruch durchgeführt zu haben. Im Jahr 2011 konnte der 50. von unserer Gesellschaft organisierte Fasnachts- und Kinderumzug gefeiert werden.

Umzug Güdisziischtig

Rotseezunft Ebikon
Grosser Fasnachts- und Kinderumzug
25. Februar 2020 – 13:30 Uhr